Sie haben Lust auf Tischtennis, wir haben für Sie einiges an interessanten Infos:
Fünf Tipps für Anfängerinnen und Anfänger
1. Die richtige Haltung
»Mit Anfängern arbeite ich viel an der richtigen Grundposition«, sagt Wissenschaftler und Trainer Klein-Soetebier. Viele stünden zu aufrecht. »Man braucht Körperspannung, sollte leicht in die Knie gehen und sich etwas nach vorn lehnen.« Der Schläger wird in einer neutralen Position mit der Schlägerspitze etwa in der Tischmitte ausgerichtet, sodass Sie sowohl in die Vorhand- als auch in die Rückhand-Bewegung gehen können. Die Füße sollten nicht zu weit auseinander stehen.
2. Die richtige Strategie
Konstanz statt Risiko: Beim Tischtennis geht es meist nicht darum, den Ball so zu schlagen, dass er für den Gegner unerreichbar ist. »Viele Anfänger riskieren zu viel und machen dadurch viele Fehler, ohne dass der Gegner dafür etwas tun muss«, sagt Klein-Soetebier. »Ich würde behaupten: Bis zur Bezirksliga muss der Ball gar nicht mal sehr fest oder mit sehr viel Spin gespielt sein. Er muss einfach sicher auf den Tisch kommen.« Lassen Sie also den Gegner die Fehler machen.
3. Auf den Körper zielen
Weniger risikoreich spielen kann also ein cleveres taktisches Mittel sein. Statt in die Ecken zu zielen, empfiehlt Klein-Soetebier, den Ball so zu schlagen, dass er dem Gegner Richtung Bauch oder Ellenbogen springt. »Gerade Anfänger haben Probleme, sich zu solchen Bällen zu positionieren.«
4. Der wichtigste Schlag
»Wer im Park gegen seine Freunde gewinnen will, muss eigentlich heimlich ein paar Aufschläge üben«, sagte Klein-Soetebier. Gute Spieler versuchen, auf diese Weise direkt einen Punkt zu erzielen. Im Tischtennis gibt es verschiedenste Aufschlagvarianten. Seinen Studierenden zeigt Klein-Soetebier gern dieses Video vom deutschen Tischtennisstar Dimitrij Ovtcharov.
5. Rundlauf, aber richtig
Vom klassischen Rundlauf-Spiel, bei dem die Spielerinnen und Spieler auf beiden Seiten des Tischs eine Schlange bilden und nach dem Schlag um die Platte laufen, hält Klein-Soetebier wenig. »Die Schlechtesten fliegen sofort raus, und es sind immer dieselben im Finale«, sagt er und rät zu Variationen, die das Niveau angleichen. Zum Beispiel: Rundlauf, bei dem es nur einen Schläger pro Seite gibt; bei dem nur mit der schwachen Hand gespielt werden darf; bei dem man, wie bei einer Tennis-Rückhand, immer beide Hände am Schläger haben muss. »So wird es sofort koordinativ anspruchsvoller und spaßiger für alle.«
Kleine Schlägerkunde
Lange Noppen, Anti oder Carbonhölzer: Wohl in keiner anderen Schlägersportart ist die Wahl des richtigen Equipments so komplex, stehen doch Hunderte Beläge und Hölzer zur Auswahl. Immerhin: Tischtennisschläger müssen nicht teuer sein, aber sie müssen zur Spielerin oder zum Spieler und ihren Fähigkeiten passen.
Profis geben zwar bis zu mehreren Hundert Euro aus. Aber für regelmäßig Spielende gibt es bereits ab rund 50 Euro gute Schläger. Diese lassen sich aus den drei Komponenten Vorhand,- und Rückhand-Belag sowie dem Holz individuell zusammenstellen, der Fachhandel bietet aber auch Komplettlösungen an. Günstige Kaufhausschläger eignen sich zwar für Gelegenheitsspieler, dafür verlieren die Beläge schneller an Substanz.
Generell sind Schläger für drei verschiedene Spielerprofile erhältlich:
- defensive Spielweise
- offensive Spielweise
- Allrounder
Für Anfänger eignen sich letztere, denn sie bieten meist einen Kompromiss aus Geschwindigkeit, Ballkontrolle und Effet und funktionieren auch dann, wenn sich der Stil eines Spielers noch nicht herausgebildet hat. Offensive Beläge verzeihen dagegen kaum technische Fehler. Neben einem soliden Schläger erhöht auch ein Reiniger sowie ein Schwamm den Spaß am Spiel.

